200 Stunden Arbeit - Frei im Raum

"Frei im Raum" bei Nacht

Es schwebt ein Basalt auf dem Bahnhofsvorplatz
Skulptur seit 2002 in der Nähe des Taxistandes. Foto Jens Lukas

Kunst vor dem Bahnhof

Freitag, 26. April 2002 | Quelle: Ruhr Nachrichten (Castrop-Rauxel)
RAUXEL -
Rund 200 Stunden Arbeit hat Wolfgang Schlieker in sein Kunstwerk investiert, gestern wurde seine Plastik "Frei im Raum" offiziell übergeben. "Ich hoffe, dass alle Castrop-Rauxeler Freude an dem Kunstwerk haben", sagte Bürgermeister Nils Kruse, bevor er die Plastik enthüllte. Etliche Bürger hatten sich denn auch auf dem Bahnhofsvorplatz eingefunden, um bei der Übergabe dabei zu sein.
"Er hat erkannt, dass etwas fehlt", meinte Kruse mit Blick auf den neugestalteten Platz. Wolfgang Schlieker hatte der Stadt vorgeschlagen, die Fläche mit einer Skulptur zu beleben.

Bürgermeister ist begeistert

Verwirklicht wurde die Idee in einer Gemeinschaftsaktion von Stadt und Künstler. Während die Stadt die Kosten für das Material übernahm, stellte Schlieker seine künstlerische Schaffenskraft kostenlos zur Verfügung. Bürgermeister Kruse lobte diese Form der Zusammenarbeit ausdrücklich, und auch der Künstler war begeistert: "Ich finde es toll, dass die Stadt dieses Werk ermöglicht hat."

450 Kilo in der Luft

Entstanden ist eine Plastik aus Edelstahl, Basaltgestein und Drahtseilen. So "schwebt" ein 450 Kilogramm schwerer Basaltblock - nur von den Drahtseilen gehalten - an den Edelstahlträgern. Das Basaltgestein aus der Türkei hat Schlieker nur wenig bearbeitet, der Stein wurde lediglich geschält und geschliffen. Um das Material "sinnlich" zu erfahren, ist das Anfassen des Steines ausdrücklich erwünscht.
Außer dem Bürgermeister war weitere Prominenz aus Verwaltung und Politik erschienen. So nahmen an der Einweihung die Beigeordneten Michael Eckhardt und Heiko Dobrindt ebenso teil wie verschiedene Ratsvertreter.
Dass sich einige Rauxeler Bürger an die neue Kunst am Bahnhof erst noch gewöhnen müssen, beweist der Kommentar eines älteren Herrn. "Wann wird denn die Folie endlich entfernt?", fragte er angesichts des glänzend-schwarzen Basalts. Dabei war das Kunstwerks schon längst enthüllt.